Warum bio die bessere Alternative ist

Ob bio besser ist oder nicht wird kontrovers diskutiert. In diesem Artikel möchte ich einige Punkte aufgreifen, die mich für bio überzeugen. Auf gesundheitliche Aspekte gehe ich nicht ein, weil es meiner Meinung nach für alles Pro und Contra Studien gibt und diese Diskussion kein Ende hat. Es gibt jedoch genügend andere Punkte von denen es sich lohnt, diese genauer anzuschauen.

Bodenfruchtbarkeit und Nitratbelastung

 

Um als Landwirt einen guten Ertrag zu erwirtschaften ist die Bodenqualität von essentieller Bedeutung. In der konventionellen Landwirtschaft (dabei gibt es wie überall Ausnahmen) wird der Boden mit Kunstdünger versetzt um jedes Jahr einen hohen Ertrag zu erzielen. Durch die permanente „Ausbeutung“ des Bodens und den ständigen Düngereinsatz wird das Grundwasser mit Nitrat verseucht.

Im Bio Bereich (auch hier gibt es Ausnahmen) wird auf die Fruchtfolge und natürlichen Dünger (z.B. Kuhmist) gesetzt. Furchtfolge bedeutet im ersten Jahr wird eine Pflanze gesetzt die den Boden auslaugt und im darauffolgenden Jahr entweder eine Nutzpflanze die dem Boden Nährstoffe zuführt oder nur Leguminosen (z.B. Kleegras) zur Regeneration des Bodens.

 

Grenzwertfestsetzung für Pestizide (Glyphosat); Resistenzbildung

 

Laut Greenpeace sind rund für ein Fünftel der zugelassenen Pflanzenschutzmittel keine Grenzwerte festgesetzt, sondern nur sogenannten Höchstmengenvorschläge. Deren Überschreitung hat allerdings keine ernsthaften Folgen. Damit nicht genug: Illegale Pestizide, die nicht zugelassen sind, finden sich immer wieder in Obst und Gemüse. Da man aber nur das finden kann, was man sucht, werden illegale Pestizide in offiziellen Studien weder gesucht noch gefunden.

Greenpeace fand bei Untersuchungen von Obst & Gemüse bis zu 13 verschiedene Pestizide, die die Gesundheit beeinträchtigen können.

Dies ist nicht nur für die Gesundheit des Menschen nicht besonders förderlich, sondern gefährdet ebenfalls die Artenvielfalt. Insekten, Nützlinge und Bienen fallen den Pestiziden zum Opfer und das hat weitreichende Konsequenzen die wir noch zu spüren bekommen werden.

 

Antibiotika Einsatz

 

Der provisorische Antibiotikaeinsatz in der Viehwirtschaft wird ständig in allen Medien verkündet, der Konsum bei Fleisch ändert sich jedoch kaum. Der Anteil von Bio-Fleisch liegt unter 2%. Grund dafür ist zum einen der hohe Preis aber dieser wirkt nur aufgrund des viel zu hohen Fleischkonsums so hoch. Wer sich an die von der DGE empfohlene Fleischmenge von ca. 500g pro Woche hält, sollte sich auch gutes Fleisch leisten können. Alternativ kann natürlich auch darauf verzichtet werden, es lebt sich auch ohne Fleisch ganz gut.

Für mich ist das beste Fleisch aber nicht Bio-Fleisch, sondern Wild. Ein Reh hat weder Kontakt mit Antibiotika noch mit multiresistenten Keimen oder Gensoja. Schau dich mal in deiner Region um, da wird es sicher den ein oder anderen Wildhändler geben.

Warum Bio teurer ist

 

Umso höher die Anforderungen der Kontrollstelle, desto höher muss logischerweise der Preis für das Endprodukt ausfallen. Im Bioladen, der überwiegend Verbandsware (Bioland, Naturland, Gäa, Demeter) anbietet, sind die Preise am höchsten da die Verbände die höchsten Standards aufweisen.

Hinzu kommt, dass die Landwirte auf mechanische Unkrautbekämpfung zurückgreifen müssen und nicht einfach die Chemiekeule auspacken, was wiederum zu einem wesentlich höheren Aufwand führt aber die Umwelt nicht belastet.

 

Fazit

 

Da ich den Artikel nicht zu lang werden lassen möchte, lass ich einige Themen aus wie z.B. Bienensterben, Verlust der Artenvielfalt, Fruchtfolge vs. Kunstdünger oder Subventionen in der Landwirtschaft. Das Thema ist komplex und wer sich tiefergehend dafür interessiert darf mir gerne seine Frage(n) zukommen lassen.

 

Sicherlich ist auch Bio kein Allheilmittel für alles. Wer im Winter Bio-Erdbeeren kauft, schadet dem Klima ebenfalls, also gilt auch hier das saisonale Produkte bevorzugt werden. Übrigens passende Rezepte gibt es bei immer mit saisonalen Produkten. Genauso gilt für Bio-Süßigkeiten oder Rohrzucker die niedrige Verzehrs Empfehlung sollten wie für die konventionellen Verwandten.

 

Quellen:

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bio-lebensmittel-ia.html#ixzz4r2YZ9Zo9

https://www.greenpeace.de/themen/landwirtschaft/pestizide

https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bio-lebensmittel-ia.html

http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/biolebensmittel-besser-essen-3084302.html

https://www.welt.de/debatte/kommentare/article157552478/Wer-bio-kauft-fuehlt-sich-besser-Gutes-tut-er-nicht.html

http://eatsmarter.de/gesund-leben/gesundheit/neue-test-ergebnisse-warum-bio-besser

https://www.test.de/presse/pressemitteilungen/Bio-versus-konventionelle-Lebensmittel-Es-steht-unentschieden-4948362-0/

http://www.umweltbundesamt.de/indikator-nitrat-im-grundwasser#textpart-3

https://www.foodwatch.org/de/informieren/bio-lebensmittel/mehr-zum-thema/zahlen-daten-fakten/

http://www.ausgestorbene-tiere.de/folgen.php

2 Gedanken zu “Warum bio die bessere Alternative ist

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